Magnesium spielt im menschlichen Körper eine sehr wichtige und vielfältige Rolle. Es ist an mehr als 600 enzymatischen Reaktionen beteiligt und aktiviert weitere 200 enzymatische Reaktionen. Es ist unentbehrlich für die Bildung von Nukleinsäuren und Proteinen, die Glukoseverwertung, die Knochenbildung, die Herzfunktion, die neurologische Funktion und die Muskelkontraktion. 90 % des gesamten Magnesiums im Körper befinden sich in Muskeln und Knochen.
Die WHO hat sogar festgestellt, dass subklinischer Magnesiummangel sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern weit verbreitet ist. Und er tritt vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter auf. Während der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Magnesium noch weiter an, und die meisten schwangeren Frauen können diesen erhöhten Bedarf wahrscheinlich nicht decken. Ein Magnesiummangel in der Schwangerschaft kann zu Komplikationen führen.
Außerdem sinkt der Magnesiumspiegel im Serum während der Schwangerschaft allmählich ab und erreicht im letzten Trimester oft einen niedrigen Wert. Einer Studie aus dem Jahr 2021 zufolge kann ein Magnesiummangel zum Auftreten von Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes oder Frühgeburten beitragen. Außerdem leiden schwangere Frauen häufig unter dem Syndrom der unruhigen Beine, bei dem eine Magnesiumsupplementierung ebenfalls helfen kann.
Und welche Form von Magnesium soll man wählen? Es gibt viele Formen von Magnesium. Jede Form kann eine etwas andere Wirkung haben. Magnesiummalat hat eher eine energetische Wirkung, weshalb die Einnahme am Morgen empfohlen wird. Magnesiumbisglycinat (chelatierte Form) hingegen ist eine sehr bioverfügbare Form und seine Einnahme hat aufgrund der Glycinmoleküle eine beruhigende Wirkung. Aus diesem Grund eignet es sich für eine Einnahme am Abend, um einen besseren Schlaf zu erreichen. Malat und Bisglycinat sind beide von guter Qualität und werden gut absorbiert. Es wird jedoch empfohlen, Magnesiumoxid zu vermeiden, da es eine der am schlechtesten absorbierbaren Formen ist. Es wirkt oft als Abführmittel, anstatt die fehlenden Speicher im Körper aufzufüllen.
Verra-Team
Referenzliste:
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