Physiotherapie in verschiedenen Phasen der kindlichen Entwicklung

Fyzioterapie v různých fázích dětského vývoje

Die Physiotherapie spielt eine Schlüsselrolle bei der Vorbeugung und Behandlung von Bewegungsstörungen bei Kindern und damit bei der Verhütung von Schmerzen im Erwachsenenalter. Die Prävalenz von Fettleibigkeit, Haltungsschäden und anderen Funktionsstörungen nimmt in der pädiatrischen Bevölkerung aufgrund geringerer körperlicher Aktivität und erhöhter Energiezufuhr zu. Bei den Vorsorgeuntersuchungen werden bei bis zu 42 % der Kinder Haltungsschäden festgestellt.


Der Kinderarzt ist oft der erste, der Probleme feststellt und einen Besuch bei einem Physiotherapeuten empfiehlt. Bei den Vorsorgeuntersuchungen wird die motorische Entwicklung des Kindes überprüft - bei Säuglingen wird beobachtet, ob sie sich richtig drehen, den Kopf heben usw. Bei älteren Kindern werden die Körperhaltung und die Korrektheit der Bewegungen beurteilt.


Physiotherapie in der Neugeborenenperiode

Physiotherapie ist für gefährdete Kinder, insbesondere für Frühgeborene, unerlässlich. Sie hilft, frühzeitig zu erkennen, ob sich das Baby richtig entwickelt, und bei Bedarf sofort mit dem Training zu beginnen - idealerweise bis zum dritten Monat. Zur Förderung der natürlichen Bewegungsentwicklung werden spezielle Methoden eingesetzt, wie z. B. die Vojta-Methode. Es ist wichtig zu beobachten, wie das Baby den Körper hält, wie es sich bewegt und wie es reagiert - diese Signale können Aufschluss darüber geben, ob alles in Ordnung ist.


Physiotherapie im Säuglings- und Kleinkindalter

In diesem Zeitraum konzentriert sich die Physiotherapie auf die Behandlung von Asymmetrien, Bewegungs- und Aufrichtungsverzögerungen, Störungen der Muskelspannung (Hypotonie/Hypertonie) und der neuromuskulären Koordination. Ein häufiges Problem ist z. B. ein schlecht entwickeltes Hüftgelenk (Hüftdysplasie).

Zu den angewandten physiotherapeutischen Methoden gehören die Vojta-Methode oder das Bobath-Konzept, das darauf abzielt, gute Bewegungsmuster zu fördern - das Kind dazu zu bringen, sich zu drehen, zu sitzen, zu krabbeln oder richtig zu gehen. Auch die Aufklärung der Eltern über den richtigen Umgang mit dem Kind ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie, da die Übungen zu Hause eine wichtige Rolle für die Wirksamkeit der Behandlung spielen.

Physiotherapie im Vorschul- und Schulalter

Im Vorschul- und Schulalter konzentriert sich die Physiotherapie vor allem auf Haltungsschäden, einschließlich skoliotischer Körperhaltung oder Gangstörungen (z. B. Rotation der unteren Gliedmaßen, Plattfüße usw.). Auch neuromuskuläre Störungen, die sich als Verzögerungen in der motorischen Entwicklung äußern können (z. B. Stolpern, Müdigkeit), werden behandelt.

Die Ausbildung des Fußgewölbes ist im Alter von 5-6 Jahren natürlich. Eine Unterstützung durch orthopädische Einlagen ist in der Regel nicht erforderlich, es sei denn, es liegt eine Deformität vor. Viel mehr hilft die Stimulation der Füße, z. B. durch Barfußlaufen oder Übungen mit Massagebällen.


Bei den Übungen geht es um Spaß, Spiel und Bewegung. So werden beispielsweise Balancierhilfen, Klettern, verschiedene Arten von Stabilisierungsübungen oder spezielle Methoden zur Stärkung des Tiefenstabilisierungssystems eingesetzt. Die aktive Einbeziehung der Eltern, die regelmäßig mit dem Kind im häuslichen Umfeld üben, spielt eine wichtige Rolle. Auch den alltäglichen Aktivitäten - Sitzen in der Schule, Schlafposition, Wahl des Schulranzens, Sport, Schuhwerk usw. - sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden.

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